Über

Das kuratorische Projekt schlägt vor, mit etwas zu arbeiten, dessen Ausgang wir nicht kennen: Es lädt dazu ein, in experimentellen Prozessen mit dem Publikum über die Zukunft des Museums und das Museum der Zukunft nachzudenken. Da niemand die Zukunft kennen kann, stehen wir alle gleich vor ihr. So lassen wir uns im Zwischenraum von Ordnung und Zufall auf die Ungewissheit einer Antizipation ein.

Der Ausstellungsraum ist Forum, Archiv und Blackbox einer (un)möglichen Zukunft und wird in den öffentlichen Raum erweitert. Ein Archiv versammelt verschiedene Szenarien, die etwas über historische oder gegenwärtige Museumsvorstellungen erzählen und Spuren von unrealisierten, aber auch gescheiterten Utopien nachvollziehen. Es zeigt Dokumente, Bücher, Modelle, künstlerische Arbeiten, Gespräche, Filme, Fotos und Alltagsobjekte. Ausgehend von einer partizipativen Bearbeitung des Archivs wird das Forum ein Möglichkeitsraum für widersprüchliche Zukunftsentwürfe und gemeinsames Handeln. In Workshops, Diskussionen, Vorträgen und Lecture Performances entstehen gleichzeitig kollektive wie subjektive Bilder. Ein Teil der Ausstellung bleibt als Blackbox verschlossen. Ihr Sound und ihr display wecken unsere Neugier und schüren unsere Ängste, zeigen und verdecken Historisches und Zukünftiges. Zwischen Einblick, Ausblick und Ahnung gibt das kuratorische Experiment Impulse für das Teilen von Wissen, Forschungen, Ideen und Sehnsüchten.